Meditation mit dem Koan

Das Ziel dieser Meditation ist, ein Kern in unserem Körper zu finden, in diesem Kern einzutreten, im Kern neben deiner Energie-Quelle gedanklich zusein und dort auch eine/r deiner Inneren Zen-Meister begrüssen und befragen zu dürfen. Was ist ein Koan(1)? Einfach gesagt ist ein Koan eine spezifische Frage, die der Schüler an seinem Zen-Meister stellt, nach der Beschreibung einer Gesamtsituation, und umgekert. Diese spezifische Frage kristallisiert sich während deiner persönlichen Reise durch die verschiedenen Schichten deines Körpers heraus. Den Weg der Reise im Inneren, im übertragenen Sinne: zu unserem inneren „Zuhause“ zu wandern und zusammen mit dem Zen-Meister bei der Energie-Quelle zu gelangen. Erst wenn wir dort angelangt sind, erhalten wir vielleicht die Antwort zum Koan. Das „Zuhause“ ist ein Ort in unserem Körper, wo wir unsere Geheimnisse, Gedanken, Erfahrungen und Erlebnisse sehr zärtlich und liebevoll umarmen, bewahren und beschützen. In das „Zuhause“ finden wir die Energie-Quelle und der Zen-Meister, die gleichzeitig davon abhängig sind, was in der Peripherie und an verschiedenem Orte in unserem Körper geschieht. Der Zen-Meister ist der Bewacher und seine Aufgabe ist, zwischen alle anderen Zen-Meister zu kommunizieren und auf die Energie-Quelle in einer harmonischen Bewegung einzulenken.
Diese ist keine klassische Meditation, wo man verpflichtet ist, ruhig zu sitzen (man darf auch in die 7 Punkte der Meditation gern bleiben). Im Gegenteil: Während unserer inneren Reise in Richtung „Zuhause“ können wiederholende, ruhige oder schnelle Bewegungen diese Reise unterstützen, um in die Tiefe einzutauchen. Die Bewegungen sind nötig, damit wir durch die verschiedenen Schichten des Körpers wandeln können und sie fördern auch, durch den Kern zu treten. Die Bewegungen erleichtern zudem das Gespräch zwischen Schüler/-in und Inneren Zen-Meister. Die Bewegung lässt zu, dass sich die Energie ausdrücken kann und mit einer komplizierten Kettenreaktion, erlaubt sie zwischen den verschiedenen Zen-Meistern miteinander zu kommunizieren.
Mit dieser Meditation schenkst du dir Zeit, um deiner inneren Stimme zuzuhören und zu beobachten. Was passiert in deinem Körper, wann du diese Stimme hörst? Wo hat dich diese Bewegung hingebracht? Bist du vor deinem Kern? Mit welcher Bewegung kannst du eintreten, um deinem inneren Zen-Meister zu besuchen?
Für diese innere Reise brauchen wir Respekt, Intuition und SUPERästhesie, das genaue Gegenteil von Anästhesie. Sei wach, respektvoll und achtsam zu den Signalen, die dir dein Körper schickt, sei offen, um die innere Bewegung wahrzunehmen. Wir sind gegenüber der Einladung des inneren Zen-Meisters offen. Jede/-r von uns hat einen Kern, der in unserem Körper, Geist und Seele sitzt.
Der Kern enthält die Quelle unserer Energie und den Zen-Meister. Alle unsere Erfahrungen, Emotionen, Fähigkeiten, Muskeln, Knochen, Flüssigkeiten,… sind vorhanden durch diese Energie-Quelle. Der Zen-Meister trägt die Verantwortung, diese Energie in eine Bewegung zu transformieren, zu bringen und mit dem nächsten inneren Zen-Meister zu kommunizieren, nach Hilfe zu fragen, um eine immer grössere Bewegung voranzubringen bis zu unserer Haut und bis den Aussenwelt voranzutreiben. Diese Kettenreaktion entsteht zwischen allen Zellen, die kontinuierlich mit einander kommunizieren und die Kettenreaktion exponentiell immer grösser werden lässt. Von innen und unvorstellbar klein bis nach aussen und unvorstellbar riesig und wieder zurück im unvorstellbar Kleinen. Anhand chemischer Reaktionen oder mit elektrischen Impulsen kommunizieren sämtliche Zellen kontinuierlich. Sie kommunizieren seit der ersten liebevollen Einladung der Eizelle zum einzigen Spermium unter Milliarden. Der Ursprung der zirkulären Kommunikation zwischen den Zellen und der reinen Energie-Quelle. Der zirkuläre und kontinuierliche Zyklus zwischen den Zellen, fängt mit seinem „Geburtstag“ an, während dem Leben kümmert er sich auf seinen Zustand, hört anderen Zuständen zu und nimmt sein Verantwortung wahr, damit Gleichgewichte und Ungleichgewichte, d.h. Bewegung, entsteht. Wenn diese Bewegung nicht mehr stattfindet, stirbt die Zelle ab und eine andere nimmt ihren Platz ein, bis zum Tod des ganzen Wesens. Unsere Zellen sind allzeit bereit, durch die Schmerzgrenzen zu gehen, um ein neues Gleichgewicht zu finden. Sie sind bereit zu sterben und sich zu opfern, um eine neue ausgeglichene Zeugung auszulösen. Dieser kontinuierliche Zyklus ist eine verbindlicher Teil unseres Körpers und manchmal wird es bewusst gesteuert: mit der Sprache, mit unseren Bewertungen und Urteile, durch das Vergleichen, durch Erinnerungen und Gedanken an die Zukunft, durch das Glauben und alle Lehren, die von aussen übermittelt worden sind. Aber häufiger wird dieser kontinuierliche Zyklus unbewusst gesteuert und eine wunderbare Alchimie findet statt und zwar jedes Mal wenn wir fühlen, sehen, sprechen, riechen, uns bewegen, verdauen, uns aufregen, glücklich sind… Unsere Rezeptoren und unsere innere unbekannte Sinne bleiben kontinuierlich in der Gegenwart und „speichern“ alle nützlichen Zustände des Gleichgewichts zu erreichen. So können beispielsweise kleine Wunden unbewusst genesen. Unser Kern, wo sich unser innerer Zen-Meister mit der ursprünglichen Energie-Quelle bewegt, kann überall in unserem Körper sowie an einem bestimmten Ort sein. Diese Bewegung dient dazu, unser Wesen wieder im Gleichgewicht zu bringen. Diese Ort ist gleichzeitig frei von Bewertungen, Urteil, Vernunft, frei von Ego, Formen, Farben, Geschmack, fliesst wie die Atmung, ist durchsichtig wie eine reine Wasserquelle und gleichzeitig nimmt es alle Formen, Farben, alle Bewertungen, Vergleichen, Kenntnisse auf.

Wenn du beim Zen-Meister bist, stell‘ dieses Koan: Wer spricht jetzt? Wer empfindet was? Wer spürt was? Wer erkennt diese Wahrnehmung? Erkenne und spüre dich selbst.

Jetzt gibt eine Möglichkeit zu beobachten, welche Bewegung in dich stattfindet. Wie fliessen deine Emotionen? Sagt dir den Zen-Meister etwas? Wie lässt er/sie (der/die Zen-Meister) deine Energie bewegen? Wie sieht diese Bewegung in dieser Welt durch dein Wesen aus?

So… bevor wir anfangen, gibt es noch Fragen? Eure Fragen sind jederzeit willkommen.

Was ist eigentlich eine innere Reise? Gibt es ein Flughafen oder ein Bahnhof, wo soll man anfangen? Was soll ich mitnehmen?
Diese innere Reise fängt auf deine Haut an und endete wieder auf deine Haut. Ist eine Reise, die nach innen gerichtet ist, in Richtung des Inneren Kerns. Zum Ursprung der Kettenreaktionen, wo alle deine innere Zen-Meister dein Körper in Bewegung bringen. Und diese Bewegung kann einer deiner Zuständen sein oder eine bestimmte Haltung im Alltag, eine deiner Gewohnheiten oder eine andere Ressource. Du schenkst dir die Zeit, um diese Bewegung zu eruieren. Du kannst eine Situation nehmen, die dir beschäftigt, und den Zen-Meister finden und beobachten, wie diese Kettenreaktion von innen nach aussen dein Körper in Bewegung bringt.

Wie lange diese innere Reise dauert? Welche Signale zeigen mir, dass ich vor meinem inneren Kern bin? Wie wandle ich durch die Wand des inneren Kerns hindurch, gibt es eine Tür oder ein Tor?
Die Zeit, in diese innere Reise, spielt keine Rolle, viel wichtiger sind eine sicherer Ort, wo wir meditieren, und die Bewegungen, die diese innere Reise erzeugen. Eine dieser Bewegungen könnte ein repetitiver Gedanke sein. Z.B. So lange ich mich für a. (Sitzen), b. (Stehen) oder c. (Gehen) oder eine andere Haltung in diese Meditation entscheide, bin ich immer noch auf dem Weg zum inneren Kern und solange ich liebevoll, respektvoll, achtsam und offen zu meinem Körper bin, dann habe ich wirklich die Möglichkeit zu beobachten, wie mich die Kettenreaktion zu einem Situation (a), Gedanken (b) oder oder Verhalten (c, d) gebracht hat… so bleibe ich an einem sicheren Ort und eruiere, wie ich vor dem Kern gelandet bin und, ob ich wirklich durch die Wand gehen möchte. Mehr praktisch: ich sitze bequem und all das erlaubt mir diese innere Reise und ich eine Gedanken denke taucht auf: “(a) Diese innere Reise ist langweilig und mir gar nichts bringt, ich habe noch viele andere Sachen zu tun, die interessanter und wichtiger sind als meine wertvolle Zeit, in dieser Meditation zu investieren, (b) ich muss unbedingt aufstehen und weggehen… (c) oder ich muss unbedingt hier bleiben und allen zeigen, dass ich brav bin… (d) oder ich nehme einer meiner Kernen wahr und gehe durch die Wand mit meiner Körperwahrnehmung…
Ein sicherer Ort, wo du dich mit Geist und Seele befindest, hilft dir Muster, eine bestimmte Haltung und die Kettenreaktion zu beobachten. Ein sicherer Ort, wo du auch bequem mit dem Körper bist, erleichtert dieser Kettenreaktion sich auszudrücken bzw. zu manifestieren. Ich kann somit gut verstehen, falls du dich in diesem Raum nicht wohl fühlst, nicht hier bleiben möchtest, es passiert mir auch. Solange du respektvoll, SUPERästhesisch und intuitiv bleibst und der Kettenreaktion entlang auf dem Weg bis zum Kern, findest du immer mehr Informationen, die dir erlauben werden, den Schlüssel zu finden, um durch die Kern wand zu gehen und halte deine Frage fest und den Zen-Meister wird vielleicht dir den Tür öffnen. Wie bist du hier gelandet? Bist du im Gleichgewicht? Wie fühlst du dich? Welche Emotionen sind jetzt in dir? Was nimmst du wahr? Kannst du alte Muster / eine bestimmte Haltung im Alltag erkennen? Kannst du deine Emotionen ausdrücken oder unterdrückst du sie? Die Antworten zu diesen Fragen können dich durch die Wand deines inneren Kerns bringen, aber auch eine wiederholende Bewegung: ein Schritt machen, eine imaginäre Türklinke nehmen und eine Tür öffnen, in die Luft schlagen, schreien oder lachen, die Babyhaltung einnehmen, eine imaginäres Telefon nehmen und mein Vater anrufen, den Tränen freien Lauf lassen.

Wie definierst du die Energie? Die Energie ist eine Entität und sie bewegt sich ständig in dir und um dich herum, mit oder ohne deinen Willen. Z.B. Spezifisch für mich ist: ich befand mich einmal im Tram und habe einer schwangeren Frau zugesehen, die in einer liebevollen Umarmung war, plötzlich war ich in Tränen. Eine anderes Beispiel … immer wenn ich erkläre muss, was passiert, wenn ich mich ins kalte Wasser bewege, spüre ich die Wärme in meinen Nieren… Oder wenn ich das Geruch von Pizza, oder Lasagna, oder Kastanien, oder ein bestimmtes Parfüm rieche, kommt die Gänsehaut, eine bestimmte Erinnerung und alles was dazu gehört…Oder sie wird bewusst gesteuert, beispielsweise wann ich für einen Wettkampf mich trainiere… oder wann ich entscheide mich für Fasten…

Wer ist der Zen-Meister? Haben alle meinen Zellen einen Zen-Meister? Gibt es stärkere und schwächere Zen-Meister? Gibt es ein praktisches Beispiel zu den inneren Zen-Meister, falls ja: kannst du mir eines nennen?
In meiner Vorstellung hat der Zen-Meister kein bestimmtes Aussehen, weil er in jedem Körperteil, für jede Emotion und für jede Erinnerung ein neues Aussehen einnimmt. Glücklicherweise trägt er immer eine ähnliche Verantwortung und zwar die Energie in Bewegung zu bringen, um ein bestimmtes Gleichgewicht zu erreichen. Ich sehe diesen Zen-Meister als Regulierender den Selbstheilungskräfte, als Ehrenmitglied, der das gemeinsame Wohlbefinden fördert, Dank der Kettenreaktion und alle andere Ehrenmitgliedern, als Bewacher der natürlichen Intelligenz unseres Körpers, als Mentor des natürlichen globalen Zustandes, …Z.B. für mich gibt es Lieder die ich auswendig weiss, und jedes Mal wenn ich diese Lieder singe, kommen mir manchmal die Tränen, manchmal das Lachen, manchmal die Gänsehaut, manchmal gewissen Schauder über den Rücken laufen lässt… so verschiedene Erinnerungen in Zusammenhang mit einer Bewegung…

Wer steuert den inneren Zen-Meister, um diese Bewegung zu gestalten? Kann ich diese Bewegung beeinflussen?
Der Zen-Meister folgt seine innere natürliche Intelligenz und weiss ganz genau warum und weswegen und sein Ziel ist auf das Wohlbefinden des ganzen Körpers zu fokussieren. Man kann diese Bewegung beeinflussen, bin voll dabei, aber manchmal ich verstehe nicht ganz oder möchte nicht anschliessen was meinen Zen-Meister von mir möchte und die ganze Kettenreaktion blockiert sich irgendwo… So, mit dieser Meditation kann ich wieder Vertrauen meinem Zen-Meister schenken und wieder die Energie im freien Fluss bringen. Und denk daran, dein Zen-Meister ist dein Gastgeber während der Meditation und du kannst ihn beeinflussen mit deiner tadellosen Haltung während du den Koan stellst: vielleicht möchtest du ein Geschenk deinem Gastgeber überreichen (Blumen, Früchte, Wasser, Wein, einen Stein…), vielleicht sitzt du einfach dort ohne Worte für eine Weile und dann fängst du an, ihn zu begrüssen und bedankst dich bei ihm für seine Präsenz… du kannst sicher alle deine Strategien benutzen, aber eigentlich kennst du deine Zen-Meister schon lange… seit dieser Einladung der Eizelle zum einzige Spermium zwischen Milliarden…

Meditation Beschreibung:
– In die Stille ankommen durch die Körperhaltung:
Körperhaltung: wir sitzen bequem und gerade mit gekreuzte Beine (falls möglich). Die Wirbelsäule ist kerzengerade, die Ellbogen sind rechts und links ausgebreitet, die rechte Hand liegt auf der linken Hand und die Daumen berühren sich zärtlich. Wirbelsäule ist kerzengerade bis zum Kopf, die Schultern, der Nacken und das Gesicht sind so entspannt wie möglich. Augen, Mund und Zähne sind natürlich geöffnet und die Zunge berührt den oberen Gaumen. Die Augen schauen in Richtung Nasenspitze (7 Punkten). Nimm diese Körperhaltung ein oder eine andere die dich dabei unterstützt, die Verbindung mit der Erde, wo wir darauf sitzen und uns bewegt, die Verbindung mit deinem Körper und die Verbindung mit dem Himmel oberhalb von unserem Kopf zu finden.
– Spüren: die verschiedene Verbindungen wahrnehmen:
Spüre die verschiedene Verbindungs-Möglichkeiten mit Erde, Zentrum und Himmel: spüre die Haut, die sich ausdehnt und rutscht, spüre den natürlichen Rhythmus deiner Atmung, spüre den natürlichen Rhythmus deines Herzens, spüre die Verbindung mit der Erde wo du sitzt, spüre die Verbindung mit deinem Kern, spüre die Verbindung mit dem Himmel oberhalb deines Kopfes, spüre die Tugenden, die in dieser Bewegungen entstehen.
– Reise mit dem Koan zur Zen-Meister: was möchtest du mit deinem Zen-Meister teilen? Wer spricht? Wer empfindet was? Wer spürt was? Wer kennt diese Wahrnehmung? Wie kann diese Wahrnehmung vertieft werden?
Gibt es Spannungen, Bedürfnissen, Emotionen, Wärme, Leichtigkeit, Liebe, Freude, Trauer… Wer spürt es? Wo und wie? Spüre wie deine eigene Energie trägst dir zur Kern, zur die ursprüngliche Energie dieser Koan, die frei von Bewertungen, Urteile, Lügen und Vernunft ist. Öffne all deine dir bekanntenundunbekannten Sinne. Nimm es mit voller Liebe wahr, was in deinem Körper läuft. Wer spricht? Wer empfindet was? Wer kennt diese Wahrnehmung? Woher kommt diese Wahrnehmung und wo fliesst die Energie? Wenn du das Gefühl hast, dass du vor deinem Kern stehst, geh hinein und erzähle diese Reise deinem Zen-Meister und drücke deinen Koan aus.
– Zurückkehren: nimm die verschiedene Verbindungen wahr, was hat sich in deine Körperhaltung geändert? Im Verbindung mit Erde, Kern und Himmel: nimm dir die Zeit, um dich von deinem Zen-Meister zu verabschieden.
Lass deinem Zen-Meister ein Geschenk als Danksagung. Dieses Geschenk wird dein Leuchtturm für deine nächste Reise zu deinem Zen-Meister sein. Spüre die Verbindungen, integriere das Erlebnis und verankere es im Körper. In deinen Füssen, in deine Hände, in deine Fussgelenke, in deine Handgelenke, bis zu deinen Hellbogen und deine Knien, in deine Hüften und in deine Schultern, in deine Organe bis zu deinem inneren Kern.
Bitte bedanke dir mit all deine Zellen und drücke deine eigene Energie aus, mit strecken, lachen, spielen, kratzen, umarmen, springen, küssen.
Sei dankbar auch zu den Leuten, die mit dir meditiert haben und dir die Verbindungen mit Erde, deinem Kern und Himmel erlaubt haben.

Abschließend lade dich ein, diese beiden Zitate zu lesen:
Obwohl die Zahl der Koans nur eintausendsiebenhundert sein soll, eigentlich die Berge und Flüsse, die ausgezeichnete Erde, die Gräser und Bäume – was auch immer von den Augen gesehen wird, was von den Ohren gehört wird, was von der Zunge geschmeckt wird, was von der Haut berührt wird, was von der Nase gerochen wird – all das sind Koans.
– Nanpo Shomyo Zenji (1235-1309)

Das Leben ist eine Reihe von natürliche und spontanen Veränderungen. Wiederstehe ihnen nicht, das schaft nur Kummer. Kümmere dich auf die Veränderungen. Lass die Realität wirklichkeit werden. Lass die Dinge auf natürliche weise vorwärts fliessen, so wie sie wollen.
― Lao Tzu (601 BC – ???)

Bemerkungen:
(1) – Was ist ein Koan??
Das japanische Wort Koan kommt aus dem chinesischen Gongan, was „öffentlicher Fall“ bedeutet. Die Hauptsituation oder Frage in einem Koan wird manchmal als „Hauptfall“ bezeichnet.
Koans (ausgesprochen KO-ahns) sind kryptische und paradoxe Fragen, die von Zen-Lehrern gestellt werden, die sich rationalen Antworten entziehen. Lehrer präsentieren oft Koans in formalen Gesprächen, oder die Schüler werden aufgefordert, sie in ihrer Meditationspraxis zu „lösen“. Zum Beispiel, ein Koan, von dem fast jeder gehört hat, stammt von Meister Hakuin Ekaku (1686-1769). „Zwei Hände klatschen und es gibt ein Geräusch; was ist das Geräusch einer Hand?“ fragte Hakuin. Die Frage wird oft gekürzt auf „Was ist der Klang des Einhandklatschens?“
(Quelle Sep 2019 Einführung zu Koans – www.learnreligions.com)

Das Wort „Koan“ bedeutet eine rätselhafte Frage, die entwickelt wurde, um deinen rational denkenden Geist zu einem Punkt des Fokus zu bringen – eine Frage, die auf eine tiefere Wahrheit über dieses Bewusstsein hinweist. Eine rätselhafte Frage, um einen zum klare tiefe verbindung zwischen Herz und Geist und unserem tiefsten Selbst zu erwecken, das bedingungsloses Mitgefühl beinhaltet. Der Koan-Prozess ist eine Bewusstseinspraxis für eine bestimmte emotionale, physische und spirituelle Frage.
(Quelle Sep 2019 2018 Mondo Zen Manual – http://mondozen.org